AGP Picks View all

Abwanderung von Fachkräften: Jeder Dritte erwägt Berufsausstieg aus Angst vor KI

Neue Studie von Adaptavist zeigt, dass 28% der wechselwilligen Fachkräfte einen Umstieg in eine Branche erwägen, die weniger durch KI geprägt ist

LONDON, UNITED KINGDOM, June 18, 2026 /EINPresswire.com/ -- Weltweit sehen sich Unternehmen mit einer massiven Abwanderung von Fachkräften konfrontiert: Ängste im Zusammenhang mit KI lassen Wissensarbeiter:innen, nach alternativen Tätigkeiten suchen, wie eine neue Studie des Beratungshauses für digitale Transformation, Adaptavist, zeigt.

Die Studie, für die 2.500 Fachkräfte in Großbritannien, den USA, Kanada, Deutschland und Spanien befragt wurden, ergab, dass 39% der Befragten* aus Angst vor KI aktiv nach einer beruflichen Veränderung in einer anderen Branche suchen. 28% erwägen dabei konkret einen Wechsel in einen Sektor, der weniger stark durch die KI-Transformation geprägt ist, wie beispielsweise handwerkliche oder manuelle Berufe.

Diese Abkehr von Wissensberufen ist bei den jüngeren Generationen am stärksten ausgeprägt: 56% der Generation Z und 39% der Millennials denken aufgrund von Ängsten im Zusammenhang mit KI über einen Berufswechsel nach.

Während sich die Diskussion um die disruptiven Auswirkungen der KI bislang vor allem auf Einstiegspositionen konzentriert hat, zeigen diese Ergebnisse ein weitaus größeres Risiko auf. Da Millennials mittlerweile einen erheblichen Anteil der Führungskräfte auf mittlerer und höherer Ebene ausmachen, sehen sich Unternehmen nicht nur mit potenziellen Umbrüchen bei den Nachwuchskräften konfrontiert, sondern auch bei erfahrenen Leistungsträgern, die für Kontinuität, Führung und zukünftiges Wachstum von entscheidender Bedeutung sind.

Die Gründe für die berufliche Neuorientierung

Der Trend hin zu manuellen oder „KI-resilienten“ Tätigkeiten wird durch die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes angeheizt:

● Verlust der Relevanz: 54% der Arbeitnehmer befürchten, dass KI den Bedarf an ihrer spezifischen Rolle innerhalb der nächsten fünf Jahre verringern wird, und 41% sorgen sich sogar , dass KI ihre derzeitige Position vollständig überflüssig machen wird.
● Entwertung von Expertenwissen: 42% empfinden es als frustrierend, dass Aufgaben, die jahrelange Expertise erfordern, nun durch KI-Tools für jedermann zugänglich sind.
● Gefühlter Wertverlust: Über ein Viertel (27%) der Arbeitnehmer hat ausdrücklich das Gefühl, dass ihr persönliches Fachwissen von ihrem Unternehmen seit der Einführung von KI weniger wertgeschätzt wird.

Auch die Qualität des Arbeitsumfelds trägt zu dieser Abwanderung bei. Rund 43% der Beschäftigten geben an, dass sie Mühe haben, mit dem rasanten Transformationstempo Schritt zu halten. Gleichzeitig fühlen sich 44 % durch die ständige Flut an Informationen und Updates zum Thema KI überfordert. Dieser „digitale Lärm“ führt zu Symptomen von Burnout, sodass 39 % der Beschäftigten die Nutzung von KI-Tools aufgrund einer zunehmenden „KI-Müdigkeit“ (AI Fatigue) bewusst einschränken.

Weiterbildung, Neuorientierung oder Ruhestand

Die Studie zeigt eine Arbeitnehmerschaft am Scheideweg: Während zwei Drittel (66%) der Beschäftigten aktiv neue Fähigkeiten erwerben, um in ihrem Berufsfeld relevant zu bleiben, erwägt ein beachtlicher Teil den dauerhaften Ausstieg. Rund jeder Dritte (34 %) gab an, dass die KI-Adoption den Entschluss zum vorzeitigen Ruhestand beschleunigt hat. Besonders alarmierend: 14 % der Befragten beabsichtigen, das Berufsleben bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre vollständig zu verlassen.

Dieser drohende Fachkräfte-”Exodus” stellt ein klares Risiko für Unternehmen dar. Angesichts der Tatsache, dass 37% der Beschäftigten von einem geringeren Engagement berichten und ein Viertel einen Branchenwechsel in Betracht zieht, droht den Unternehmen ein erheblicher Verlust an geschäftskritischer Expertise. Frühere Studien von The Adaptavist Group zeigen jedoch, dass KI – sofern sie mit angemessener Schulung und begleitendem Change-Management eingeführt wird, die Arbeitszufriedenheit steigern und einen höheren Mehrwert schaffen kann. Dies verdeutlicht, dass die Akzeptanz der Technologie maßgeblich davon abhängt, wie sie strategisch implementiert und kommuniziert wird.

Neal Riley, Innovation Lead bei The Adaptavist Group, sagt dazu: „Diese Studie verdeutlicht, dass Führungskräfte es sich nicht länger leisten können, die Auswirkungen der KI-Adoption auf ihre Leistungsträger zu ignorieren. Wird KI ohne klare Strategie oder Unterstützung eingeführt, besteht die Gefahr, dass sie das Vertrauen in hart erarbeitete Expertise untergräbt und existenzielle Ängste hinsichtlich der Zukunft der Arbeit schürt.

Wenn KI jedoch strategisch und transparent eingesetzt wird, hat sie das Potenzial, die Rolle der Mitarbeiter zu stärken, statt sie zu schwächen. Sie kann repetitive Aufgaben übernehmen und den Fachkräften ermöglichen, sich auf wertschöpfende, anspruchsvollere Tätigkeiten zu konzentrieren. Für Unternehmen muss es nun oberste Priorität sein, sicherzustellen, dass die Mitarbeiter durch gezielte Weiterbildung, den nötigen Kontext und professionelles Change-Management auf diesem Weg mitgenommen werden.

Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern darum, Arbeitswelten zu gestalten, in denen Technologie sowohl die Effizienz als auch die Arbeitszufriedenheit nachhaltig steigert.“

*Hinweis: Sämtliche hier genannten Daten beziehen sich auf die Ergebnisse der Befragung im deutschen Markt.

+++

Methodik: Im März 2026 wurden im Rahmen der Studie 2.500 Wissensarbeiter aus Großbritannien, den USA, Kanada, Spanien und Deutschland befragt. Die Erhebung wurde von Attest durchgeführt.

Über Adaptavist und The Adaptavist Group

Adaptavist hilft Unternehmen dabei, Hindernisse zu beseitigen, Potenziale freizusetzen und langfristiges, exponentielles Wachstum zu erzielen.
Das Unternehmen wurde im Jahr 2005 gegründet und ist ein globaler Anbieter transformativer Lösungen und ein vertrauenswürdiger Partner von Atlassian, monday.com, AWS, GitLab und vielen anderen. Die fachkundige Beratung bringt Strategie, Plattformen und Mitarbeiter mit leistungsstarken, maßgeschneiderten Lösungen in Einklang, die die Art und Weise, wie Arbeit erledigt wird, neu definieren und nachhaltige Geschäftsergebnisse erzielen.
Als Experten für Cloud, Service Management, Work Management, DevOps, Agile und KI ist Adaptavist die Vorreitermarke von The Adaptavist Group, einer Unternehmensfamilie mit über 1.000 Mitarbeitern und einem Kundenstamm von mehr als 22.000 Unternehmen, darunter über die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen. Hier werde die besten Talente, Technologien und Prozesse vereint, um es Kunden zu ermöglichen, sich heute und in Zukunft von der Masse abzuheben.

Media Contact: adaptavist@wearetfd.com

Sam Milligan
Adaptavist
email us here
Visit us on social media:
LinkedIn

Legal Disclaimer:

EIN Presswire provides this news content "as is" without warranty of any kind. We do not accept any responsibility or liability for the accuracy, content, images, videos, licenses, completeness, legality, or reliability of the information contained in this article. If you have any complaints or copyright issues related to this article, kindly contact the author above.

Share this page:

Advanced Search Options

Search for:

Search scope:

Type:

Search in:

Date range:

The last

Sort by:

Sign up for:

The German Herald

The daily local news briefing you can trust. Every day. Subscribe now.

By signing up, you agree to our Terms & Conditions.